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Mobbing in der Schule: Was tun, wenn mein Kind gemobbt wird?

Kleinere Auseinandersetzungen unter Schülern gehören zum Alltag. Doch Mobbing in der Schule fängt da an, wo über einen längeren Zeitraum einem Kind psychischer oder körperlicher Schaden zugefügt wird. Dann wird es Zeit aktiv zu werden!

Mobbing: Was können Sie als Eltern tun?

Es ist für Sie als Eltern schmerzhaft und bitter, wenn Ihr Kind von Mobbing und Ausgrenzung betroffen ist. Doch Sie haben die Chance dagegen vorzugehen.

  • Seien Sie im ersten Schritt ein guter Ansprechpartner für Ihr Kind.
  • Sagen und zeigen Sie Ihrem Kind, dass Sie ohne Einschränkung hinter ihm stehen.
  • Stärken sie das Selbstwertgefühl ihres Kindes
  • Unternehmen Sie alles, um diesen unhaltbaren Zustand zu beenden.

Mobbing-Aktivitäten unter Schülern

Schüler/innen können auf verschiedene Art und Weise ihre Mitschüler mobben. Folgende Aktivitäten können in wiederholtem Auftreten seelische und körperliche Spuren hinterlassen.

  • Gerüchte und Lügen verbreiten
  • Jemanden lächerlich machen
  • Schimpfworte aussprechen und Spitznamen geben
  • Hinterm Rücken reden
  • Jemanden dumm oder hässlich nennen
  • Schubsen, Hauen oder Treten
  • Sachen wegnehmen oder zerstören
  • Jemanden wie Luft behandeln
  • Erpressungen
Mobbing in der Grundschule
In unserem Download-Bereich können sie sich das Statement in A4 oder A3 als Plakat downloaden und ausdrucken!

Bei Mobbing in der Schule, diese unbedingt informieren!

1. Sprechen Sie behutsam und liebevoll mit Ihrem Kind über die Vorfälle. Machen Sie ihm aber auch deutlich, dass die Situation noch weiter eskalieren kann, wenn es nicht darüber sprechen mag.
2. Sammeln Sie alle Fakten und fertigen ein möglichst lückenloses Protokoll aller Ereignisse an.
3. Sollte Ihr Kind bereits physische oder psychische Krankheitssymptome zeigen, dann sollten Sie sich diese vom Kinderarzt bestätigen lassen.
4. Im nächsten Schritt informieren Sie die Schule über die Sachlage. Wenden Sie sich zunächst an den Klassen- oder Vertrauenslehrer.
5. Sie sind verständlicherweise sehr verärgert und emotional betroffen, trotzdem sollten Sie möglichst sachlich bleiben im Gespräch. Denn nur mit dieser Strategie erreichen Sie die bestmöglichen Resultate für Ihr Kind.
6. Bestehen Sie darauf, dass die Täter klar und eindeutig zur Rede gestellt werden und auch aktiv in den Lösungsprozess mit eingebunden werden.

Bei mobbenden Grundschülern hilft es wenig, diese nur zu ermahnen. Mobbing muss zum Thema in der Klasse und der Schule gemacht werden. Die Kinder müssen lernen, ihre Konflikte auf friedliche und sozialverträgliche Weise zu lösen.

Vereinbaren Sie mit dem Lehrer konkrete und detaillierte Maßnahmen und einen dazugehörigen Zeitrahmen. Fixieren Sie die Vereinbarungen schriftlich! Allerdings sollten Sie sich dabei stets um ein positives Kommunikationsklima bemühen und keine vorschnellen Schuldzuweisungen an den Lehrer aussprechen. Und erst wenn Ihr Gespräch in der folgenden Zeit keine Resultate bringen sollte, dann gehen Sie zum Direktor. Sollte sogar nach dem Gespräch mit dem Direktor nichts zielführendes in die Wege geleitet werden, dann müssen Sie einen Schulwechsel in Betracht ziehen.

Ihnen und Ihrem Kind steht Hilfe zu!

Die Opfer von Mobbing und Ausgrenzung können sich in den meisten Fällen nicht mehr selbst helfen. Ermutigen Sie deshalb Ihr Kind, sich auch selbst an Vertrauenspersonen zu wenden, die schützend eingreifen können. Dabei kann es sich um den Klassenlehrer handeln, aber alternativ auch um den Vertrauenslehrer oder einen beliebten Fachlehrer. Auch Schulpsychologen können in dieser Situation wertvolle Hilfe leisten. Die zuständigen Ansprechpartner für die Schule Ihres Kindes können Sie über die Schulleitung, das Schulamt oder die Bezirksregierung ermitteln. Zu den weiteren regionalen Anlaufstellen zählen die Sozialen Dienste, der Kinderschutzbund, die Erziehungsberatung und die Beratungsstellen der Kirchen.

Adressen und Telefonnummern Mobbingberatung

Mobbingberatung Berlin-Brandenburg
Tel.: 030 – 86391572
Email: info@mb-berlinbrandenburg.de
Internet: www.mobbingberatung-bb.de

Bündnis gegen Cybermobbing
Email: info@buendnis-gegen-cybermobbing.de
Ansprechpartner: Herr Uwe Leest
Leopoldstraße 1
76133 Karlsruhe
Baden-Württemberg

Telefon für Kinder: 0800 111 0333 oder vom Handy: 116 111
Sprechzeiten: Montag bis Samstag 14.00 – 20.00 Uhr
(am Samstag sitzen Jugendliche am Telefon)

Telefon für Eltern: 0800 111 0550
Sprechzeiten: Mo. – Fr. 9.00 – 11.00 Uhr, Di und Do 17.00 – 19.00 Uhr

Strategien gegen Mobbing in der Schule und Ausgrenzung

Meist ist es wenig ratsam, sich mit den Eltern des Täters oder dem Mobber selbst in Verbindung zu setzen. Selbstverständlich müssen Sie diese Entscheidung selbst treffen, und in seltenen Fällen trägt diese Kontaktaufnahme zur Lösung bei. Doch häufig verschlimmert sich dadurch die Situation für das Opfer, denn die Täter bekommen auf diese Weise das sichere Gefühl, dass Ihr Kind sich nicht alleine zu helfen weiß.





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Constanze Wein

Constanze Wein ist Mutter von 2 Kindern. Ihr Sohn besucht eine Grundschule in Berlin. Im Jahr 2004 entdeckte Sie das Bloggen für sich und gewinnt Erfahrung in der Umsetzung vieler eigener Projekte. Neben Suchmaschinenoptimierung, PHP- und Java-Programmierung sowie Frontendentwicklung, schreibt Sie eigene Texte und entwickelt neue Social-Media Strategien. Zurzeit ist Sie als Software-Entwicklerin in einem großen Software-Unternehmen tätig.

2 Kommentare

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