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Scheinummeldung für die Schulanmeldung und ihre Folgen

Vielen Eltern überlegen sich, ob die Schule an der sie ihr Kind per Vorgabe zur Einschulung anmelden sollen, auch wirklich die richtige Schule ist. Man hat keine Wahl wenn es heißt, das Kind wird eingeschult, welche Schule man möchte. Es gibt zwar die Möglichkeit bei der Schule im Einzugsgebiet gleich einen Antrag zur Umschulung auf eine andere Schule zu stellen, aber es ist keineswegs sicher auch einen Platz an der gewünschten Schule zu erhalten.

Deswegen greifen immer mehr Eltern in die Trickkiste um die gewünschte Schule als Einzugsschule zu bekommen. Ein Weg ist in das Wohngebiet zu ziehen in dem sich die Schule befindet. Dagegen ist nichts einzuwenden. Ein anderer Weg ist, nur das Kind auf dem Papier in das gewünschte Einzugsgebiet ziehen zu lassen. Dazu geht man zum Meldeamt und meldet das Kind einfach um. Voraussetzung ist natürlich, an der gemeldeten Stelle auch jemanden zu kennen. Nur ist dieser Weg nicht ganz legal, wenn das Kind nicht tatsächlich dort wohnt.

Erst kürzlich mussten eine Mutter und vor allem ihre Tochter spüren was eine Scheinummeldung verursachen kann. Um eine Annahme an einem bestimmten Gymnasium für ihre Tochter zu erwirken, meldete die Mutter ihre Familie einfach um. Aber es wohnten bereits 4 Personen in der ca. 90 qm Wohnung. Konsequenz war, dass der Platz am begehrten Gymnasium wieder aberkannt wurde und die Tochter nun die Schule wechseln muss. Dies hat das Verwaltungsgericht angeordnet. Dasselbe gilt aber auch für Grundschulen. Gerade da ist es noch wichtiger. Die Wohnadresse der Grundschüler ist noch entscheidender als bei Schülern der Sekundarstufe. Schulplätze werden bei Grundschülern grundsätzlich nur vergeben, die auch im Einzugsbereich der Schule wohnen.

Es geht mittlerweile soweit, dass Eltern, deren Kinder nicht an der Wunschschule angenommen wurden, Rechtsanwälte beauftragen um Scheinummeldungen ausfindig zu machen. Gerade in Berlin sind Scheinummeldungen gar keine Seltenheit. Da Eltern hier nicht selber entscheiden können, an welcher Schule ihr Kind künftig lernen soll, greifen viele zu nicht ganz legalen Methoden. Sie sollten sich nur darüber im Klaren sein, dass das Folgen haben kann, wenn es rauskommt. Wenn Kinder nach Beginn des Schuljahres aus ihrem Klassenverband gerissen werden, aufgrund einer Scheinummeldung, dann sind es vor allem die Kinder, die darunter leiden.




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Ines

Mein Name ist Ines und ich bin 38 Jahre alt. Ich lebe mit meiner 9-jährigen Tochter in Berlin. Sie besucht eine Montessori-Grundschule. Ich selbst habe Lehramt studiert und 2 Jahre an einer Grundschule unterrichtet. Heute arbeite ich zwar in einem anderen Bereich, bin aber immer interessiert an den Themen rund um die Schule, die Schulsysteme und sonstigen Dingen, die den…

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