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Mühe beim Rechnen – Wie können Eltern helfen?

Wenn die Kinder in die 1.Klasse kommen ist erstmal alles neu für sie. Wenn sie dann merken, dass ihnen beispielsweise das Rechnen schwer fällt, dann kann leicht eine gewisse Frustration kommen. Wenn ihr Kind Mühe beim Rechnen hat, dann können sie als Eltern in erster Linie mit Alltagsaufgaben helfen. Zum Beispiel könnten sie ihr Kind Geld zählen, Größen messen oder Zutaten beim Backen und Kochen abwiegen lassen.

Es ist sehr wichtig, dass das Kind die Grundaufgaben beherrscht, das heißt Abziehen und Zusammenzählen, sonst sind später schwierigere Aufgaben nicht zu bewältigen.

Oft ist es so, dass Kinder mit Rechenschwierigkeiten eine große Abneigung gegen Zahlen und rechnen haben, die auf den Misserfolgen beruht. Es braucht Selbstvertrauen und Vertrauen in seine eigenen Fähigkeiten. Den Kinder dies zu vermitteln ist Aufgabe der Eltern.

Kinder sollten die Lösung einer Aufgabe selbst herausfinden. Eltern können dabei helfen indem sie Aufgaben anschaulich darstellen, bis das Kind selbst auf die Lösung kommt. Lösungswege sollten sowohl vom Kind als auch von ihnen als den Eltern immer laut während des Rechnens gesprochen werden. So können die Rechenschritte viel besser nachvollzogen werden.

Kinder haben oft keine Vorstellung von Zahlen. Bestimmte Zahlenräume können sie überschauen, wenn sie in die Schule kommen. Meist ist es aber nicht mehr als der Zahlenraum bis 10. Vorstellen können sie sich nur, was sie auch sehen. Zählen sie also viel mit ihrem Kind. Im Alltag kommen Zahlen überall vor, auf Hausnummern, Verkehrsschildern, der Uhr oder im Supermarkt.

Rechnen sie im Spiel mit ihrem Kind. Bausteine, Autos, Puppen oder andere Figuren eignen sich dafür hervorragend, um zu zeigen was passiert, wenn man Dinge hinzufügt oder wegnimmt. Stupides Rechnen im Heft ist meist sehr langweilig für ein Kind.

Wichtig ist es auch, selbst kleine Erfolge zu belohnen. Ihr Kind muss nicht alles sofort können, aber auch das muss es erst lernen. Wichtig ist, dass es sich sagt: „Ich schaffe es, ich gebe nicht auf. Andere machen auch Fehler, das passiert eben und ist nicht schlimm.“

Zeigen sie sich geduldig, auch wenn es ihnen schwer fällt. Mit zuviel Druck bewirken sie letztlich nur das Gegenteil.




Ines

Mein Name ist Ines und ich bin 38 Jahre alt. Ich lebe mit meiner 9-jährigen Tochter in Berlin. Sie besucht eine Montessori-Grundschule. Ich selbst habe Lehramt studiert und 2 Jahre an einer Grundschule unterrichtet. Heute arbeite ich zwar in einem anderen Bereich, bin aber immer interessiert an den Themen rund um die Schule, die Schulsysteme und sonstigen Dingen, die den…

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