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Jeden Morgen Trödelei – Was kann ich tun?

Die einfachste Antwort auf diese Frage ist: Wecken sie ihr Kind früher!

Jeden Morgen Trödelei – Was kann ich tun?Wenn sie wissen, dass ihr Kind morgens länger braucht, dann muss es eher aufstehen. Kinder haben in der 1. und 2. Klasse noch kein Zeitgefühl. Sie können sich ihre Zeit noch nicht einteilen. Es dauert ungefähr bis zum 8.Geburtstag eines Kindes bis es hinreichend viel Zeitgefühl hat, um selbst einschätzen zu können wie viel Zeit es hat, damit es pünktlich in der Schule ist.

Es ist wichtig am Abend vorher mit ihrem Kind zu sprechen, wie lange es am nächsten morgen braucht, bis es für die Schule fertig ist. Was ist alles zu tun? Wie lange braucht man dafür? Dann legen sie die Zeit zum Aufstehen fest. Wenn dieser Zeitplan am nächsten Tag nicht eingehalten wird, muss ihr Kind am Tag darauf eher aufstehen. Das müssen sie solange machen, bis sie eine Zeit gefunden haben, wo ohne Druck und Drängeln oder Schimpfen ein entspannter Morgen herrscht und ihr Kind pünktlich in der Schule ist.

Um Hektik zu vermeiden, ist es immer am besten, wenn sie selbst bereits fertig sind, wenn sie ihr Kind wecken. Damit beginnt ihr Tag viel ruhiger. Schicken sie ihr Kind nie mit schlechter Stimmung in die Schule, den das mindert die Konzentrationsfähigkeit, erhöht die Unfallgefahr auf dem Schulweg. Außerdem werden durch schlechte Stimmung Lernblockaden erzeugt und der Schulerfolg sehr beeinträchtigt.

Dieselben Probleme können natürlich auch am Abend auftreten. Schulkinder sollten regelmäßig jeden Abend zur gleichen Zeit im Bett liegen, um am nächsten Tag ausgeschlafen und ausgeruht in die Schule gehen zu können. Wie viel Schlaf ein Kind benötigt, ist von Kind zu Kind unterschiedlich.

Wenn sie einen kleinen Trödler zu Hause haben, müssen sie auch für den Abend einen Zeitplan erstellen. Und falls ihr Kind nicht pünktlich im Bett ist, müssen sie am Tag danach eben früher mit dem Abendprogramm beginnen. Solange bis sie einen festen Zeitplan gefunden haben, der für alle Familienmitglieder stressfrei und entspannt ist. Denn so lernt ihr Kind am besten mit Zeit umzugehen.




Ines

Mein Name ist Ines und ich bin 38 Jahre alt. Ich lebe mit meiner 9-jährigen Tochter in Berlin. Sie besucht eine Montessori-Grundschule. Ich selbst habe Lehramt studiert und 2 Jahre an einer Grundschule unterrichtet. Heute arbeite ich zwar in einem anderen Bereich, bin aber immer interessiert an den Themen rund um die Schule, die Schulsysteme und sonstigen Dingen, die den…

3 Kommentare

  1. Avatar

    Ich finde, man kann nicht zuviel von den Kindern erwarten. Ich habe früher auch immer lange gebraucht um in die Gänge zu kommen. Erst jetzt wo ich über 30 bin, fällt es mir leichter früh am Morgen aufzustehen. Ich glaube daran, dass es Menschen gibt, die länger brauchen in die Gänge zu kommen, dafür aber länger Leistungsfähiger sind. Ich mag auch die ein oder andere Stunde am Morgen verpennt haben, dafür bin ich aber abends ab 20 Uhr erst zu meiner Höchstform aufgelaufen.

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  2. Avatar

    christina gabelmann

    weil ich gedanklich noch auf Arbeit bin oder schon wieder
    ins alte Muster fallen
    alles zackig gehen.
    wann begreifen die Kids das?
    Kinder sind nun mal keine kleinen Erwchsenen. Ich habe bei unserer Tochter festgestellt: Je mehr ich mich darauf eingelassen habe diesen kleinen „Machtkampf“ zu kämpfen desto mehr hat sich die Situation morgens zugespitzt. Also bemühe ich mich jegliche Störfaktoren auszuschalten und erst dann an meine Dinge zu denken wenn alle Kinder aus dem Haus sind.
    Fällt Ihnen bei den oberen Sätzen (die ich aus ihrem Beitrag kopiert habe auf?)
    Machen Sie sich locker: auch wenns schwer klingt, jeh mehr sie sich in diese Situation „verbeißen“ desto anstrengender wird es für sie beide!
    Kleiner Buchtip: Familienalltag sicher im Griff (Unzinger) leicht zu lesen und umzusetzen. Und denken sie daran, dass ihr Kind nicht „mit Absicht oder Vorsatz“ so agiert (oder reagiert). In diesem Sinne ein schönes Wochenende!
    Christina

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  3. Claudia

    Das kenne ich. Und die Ratschläge hier im Artikel sind sehr sinnvoll und viele davon habe ich schon wirklich ausprobiert. Doch selbst wenn es das Erste und vielleicht das Zweite Mal klappt, da ich dann die Nerven dazu habe, geht es beim Dritten Mal schief, weil ich gedanklich noch auf Arbeit bin oder schon wieder.

    Dann verfalle ich ganz schnell ins alte Muster und zieh meinen Jungen wieder an und Tage später ärgere ich mich, warum er sich nicht zügig selbst ankleiden kann.

    Wir wissen, dass man vielleicht beim Frühstück entspannt den Toast essen und den Kaffee trinken kann, doch wenn dann das Startsignal gegeben wird, dann muss halt alles zackig gehen.

    Ich frag mich nur, wann begreifen die Kids das?

    Hat noch jemand gute Ideen oder Ratschläge??

    In Hoffnung Claudia

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