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„Deutschfeindlichkeit“ an Schulen beginnt schon in der Grundschule

In den letzten Jahren hat ein Phänomen an Schule besonders zugenommen. Die „Deutschfeindlichkeit“ ist gerade an Schule wo es viele Kinder mit Migrationshintergrund gibt zu einem wirklichen Problem geworden. Wenn es früher die „Ausländerkinder“ waren, die ausgegrenzt und gemobbt wurden, sind es heute die deutschen Kinder, die immer wieder Hänseleien, Beleidigungen und Gewalt über sich ergehen lassen müssen.

Lehrer die an der GEW-Tagung „Der Streit um die sogenannte Deutschenfeindlichkeit“ teilnahmen sprechen sich aber weitestgehend gege diesen Begriff aus, denn es beträfe nicht nur deutsche Schüler, sondern auch Schüler mit Migrationshintergrund, die leistungsbereit seien. „Grundsätzlich wird alles gemobbt, das anders ist“, sagte Mechthild Unverzagt von der Otto-Hahn Schule in Berlin Britz, „das ist eine Mehrheiten-Minderheiten-Geschichte.“

Viele Lehrer seien sich darüber einig, dass es weniger eine Frage der unterschiedlichen Nationalitäten, als mehr der unterschiedlichen sozialen Schichten sei.

Bereits an Grundschulen werden Kinder gemobbt, in dem sie von Islam-Gläubigen Schülern als „Schweinefleischfresser“ und ähnlichem bezeichnet werden. Gerade muslimische Schüler argumentieren heute religiös. Aber es betrifft oft nicht nur deutsche Schüler, sondern auch Schüler die nicht so streng muslimisch erzogen werden.

Lehrer werden auf solche Situationen nicht ausreichend vorbereitet und geschult. Eine interkulturelle Schulung der Lehrer ist dazu erforderlich, meinte eine Politikwissenschaftlerin. In vielen Fragen seien sie einfach zu unsensibel. Andererseits kann es auch nicht sein, dass gerade deutsche Schüler in den Hofpausen lieber im Klassenzimmer sein möchten, um gemeinen Mobbingattacken ihrer Mitschüler auf dem Pausenhof zu entgehen.

Viele deutsche Eltern entscheiden sich heute bewusst für eine Schule, die keinen allzu großen Anteil mit Kindern anderer Herkunft hat, um ihre eigenen Kinder zu schützen und sie nicht diesem Milieu auszusetzen. Das hat aber wiederum zur Folge, dass es gerade auch in Berlin ganze Schulen gibt, die kaum noch deutsche Schüler haben. So kann eine erfolgreiche Integration auch nicht erfolgen und Spannung zwischen deutschen Kindern und Kindern nichtdeutscher Herkunft steigt noch um einiges mehr an.

Deutschfeindlichkeit möchte die Teilnehmer der Tagung dies jedoch nicht nennen. Vielmehr sei es der Versuch der benachteiligten Schüler Stärke zu demonstrieren, da sie nicht die Chance auf Anerkennung haben.




Ines

Mein Name ist Ines und ich bin 38 Jahre alt. Ich lebe mit meiner 9-jährigen Tochter in Berlin. Sie besucht eine Montessori-Grundschule. Ich selbst habe Lehramt studiert und 2 Jahre an einer Grundschule unterrichtet. Heute arbeite ich zwar in einem anderen Bereich, bin aber immer interessiert an den Themen rund um die Schule, die Schulsysteme und sonstigen Dingen, die den…

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