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Englischunterricht in der Grundschule

aboutpixel.de / Westminster Station © Andreas Dittberner
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In den Zeiten der Globalisierung, der sozialen Netzwerke im Internet, der verkürzten Reisewege und der Tatsache, dass viele Menschen diverser Kulturen in Deutschland leben, erlebt auch der Englischunterricht in der Grundschule in Deutschland ein großes Aufleben.

Englisch in der Grundschule bedeutet, dass Kinder in der 3. und 4. Klasse auf spielerische Art und Weise die englische Sprache erlernen sollen.

Dabei ist es den Pädagogen wichtig, dass kein Notendruck auf den Kindern lastet, sondern nur der Spaß und die Freude an der – für viele Kinder – neuen Sprache.

In der heutigen Zeit bringen bereits viele Kinder sprachliche Vorkenntnisse mit in die Grundschule, so dass Kinder bereits auf dem Schulhof diverse Fremdsprachen hören und einen Eindruck davon erhalten, dass ihre Muttersprache nicht die einzige Sprache ist, die sie in ihrem weiteren Leben lernen können. Grundsätzlich werden nahezu alle anderen Sprachen – bis auf die Muttersprache – erlernt.

Wird eine Sprache erlernt, bedeutet dies für den Schüler, dass die Grammatik samt den Vokabeln buchstäblich „gepaukt“ werden müssen. Das Erwerben einer Sprache passiert dann, wenn es sich um die Muttersprache handelt, die quasi mühelos verstanden wird. Ebenso kann ein Aufenthalt in einem anderen Land dazu führen, dass die Sprache erworben wird. In der Grundschule kann also davon ausgegangen werden, dass Bruchteile der englischen Sprache erlernt werden und dies selbstverständlich spielerisch.

Die Unterrichtsinhalte an den Schulen werden von den Ländern festgelegt (Landesschulbehörde), wobei die Schulen ihre eigenen Inhalte in dem schuleigenen Stofflehrplan festhalten. Somit liegt es in den Händen des spezifischen Lehrers, wie dieser die jeweiligen Inhalte des Englischunterrichts mit seinen Schülern erlernt. Nicht in allen Bundesländern ist es Usus, für diese zwei Englischlehrjahre eine Note zu geben. Viele Bundesländer sind der Meinung, dass das Fach Englisch durch eine gebende Note eine gewisse Aufwertung erhalte und somit mit anderen Fächern wie Deutsch und Mathematik gleichzusetzen ist. Andere Bundesländer entscheiden sich für eine verbale Kommentierung der Schülerleistungen auf dem Zeugnis.

Wichtig ist jedoch, dass die schriftlichen Aufgaben im Englischunterricht in der Grundschule nicht im Vordergrund stehen dürfen. In einigen Bundesländern ist es sogar per Erlass untersagt, dass die Kinder im Unterricht schriftlich arbeiten. Mit diesem Erlass soll gewährleistet werden, dass die Schülerinnen und Schüler ausschließlich spielerisch an die neue Sprache herangeführt werden.

Die meisten Lehrkörper entscheiden sich in diesem Fall vornehmlich für Gedichte, Lieder oder auch für einen Sprechgesang. Oftmals bringen Lehrer Handpuppen mit, die Englisch sprechen und sich mit den Schülern unterhalten. Oftmals bemerken die Kinder gar nicht, dass sie der Handpuppe auf Englisch antworten, und sind am Ende ganz erstaunt über ihre gemachten Fortschritte.

Farben, Zahlen, Buchstaben und kleine Dialoge des Kennenlernens oder des Einkaufens gehören zu den gröbsten Bestandteilen der Lerninhalte für die Grundschule. Englischlernen kann Spaß machen und es ist toll, wenn Kinder dies bereits im jungen Alter bemerken.

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1 Kommentar

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    Ich finde den Englischunterricht in Grundschulen durchaus sinnvoll. In dem Alter lernen Kinder total schnell und da ist eine Fremdsprache gerade richtig. Englisch baucht man heut zu tage einfach immer und überall im Berufsleben.

    Ich bin auch schon drauf und dran meiner Tochter in der Grunschule mit zum Beispiel solchen Materialien wie diesen: http://www.buhv.de/grundschule/Bausteine-Englisch.html etwas Nachhilfe zu geben. Solche Hefte und Übungs-CDs eignen sich sehr gut für die Bildung auch zu Hause.

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