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Das leidige Thema Hausaufgaben

Hausaufgaben führen immer wieder zu Konflikten innerhalb der Familie. Wer kennt sie nicht, die mauligen Sprüche seiner Kinder „ Ich hab kein Bock auf Hausaufgaben.“ , „Hausaufgaben sind doof.“ , „ich will lieber spielen.“ Usw. Auch wenn man als Eltern geneigt ist, Verständnis zu zeigen, dass ein Kind nach einem langen Schultag einfach keine Lust mehr hat an Schule überhaupt nur zu denken, ist es doch die Aufgabe der Eltern dem Kind zu vermitteln, dass Hausaufgaben wichtig sind.

Lernstoff kann nur wiederholt und eingeübt werden, wenn Hausaufgaben gemacht werden. Auch als Eltern kann man seinen Teil dazu beitragen, dass es einfacher ist, diesen lästigen Pflichtteil zu erledigen. Das Kind benötigt einen angenehmen Arbeitsplatz, der aufgeräumt ist und an dem die Materialien die es benötigt auch vorhanden sind. Für Hausaufgaben sollte im Tag eine festgelegte Zeit eingeräumt werden, immer mal so zwischendurch etwas zu erledigen frustriert und zieht sich in die Länge.

Dann wird jedes Mal von Neuem begonnen. Eine ruhige Arbeitsatmosphäre ist notwendig. Vermieden werden sollten laufende Fernseher oder laute Musik (auch im Nachbarzimmer), denn das lenkt ab und stört die Konzentration. Die Eltern sollten dafür sorgen, dass ihr Kind nicht zu müde ist oder hungrig, wenn es mit den Aufgaben beginnt. Direkt vor dem Abendbrot ist eine denkbar ungünstige Zeit.

Hausaufgaben sind Sache des Kindes, nicht der Eltern oder der ganzen Familie. Seien sie wenn möglich anwesend, wenn das Kind die Hausaufgaben erledigt. Das bedeutet nicht daneben zu sitzen und alles zu bewachen. Aber für Fragen da zu sein ist wichtig. Kinder werden auch ermutigt, wenn sie merken, dass ihre Eltern nicht nach der Arbeit nur faul auf der Couch liegen und fernsehen, sondern auch Dinge tun, die einfach gemacht werden müssen, wie der Haushalt.

Kinder neigen oft zum Trödeln. Ein Belohnungssystem kann Wunder wirken. Stellen sie einen Wecker, geben sie ihrem Kind eine Zeit für die Erledigung vor und wenn es das schafft gibt es eine kleine Belohnung (eine Unternehmung, extra Fernsehzeit oder Spielzeit). Es können auch Belohnungspunkte gesammelt werden und dann gibt es am Ende der Woche eine begehrte Sammelkarte oder eine andere Kleinigkeit, die ihr Kind so sehr liebt.

Wichtig ist auch, die Hausaufgaben zu kontrollieren. Bei der Kontrolle geht es weniger darum, dass auf Richtigkeit geprüft wird, sondern auf Vollständigkeit und Form. Lob für eine besonders gut geglückte Aufgabe ist wichtig. Sie sollten aber auch darauf achten, dass eine bestimmte Zeit nicht überschritten wird. Hausaufgaben dürfen nicht den ganzen Nachmittag dauern. Es gibt bestimmte Richtlinien, wie viel Hausaufgaben ein Kind machen sollte. Brechen sie ab, wenn sie merken, das wird zuviel und teilen dem Lehrer mit, dass die Hausaufgabe nicht gemacht wurde, weil der zeitliche Rahmen weit überschritten ist und zu einem anderen Zeitpunkt nachgeholt wird. Sie darf nicht komplett entfallen.




Ines

Mein Name ist Ines und ich bin 38 Jahre alt. Ich lebe mit meiner 9-jährigen Tochter in Berlin. Sie besucht eine Montessori-Grundschule. Ich selbst habe Lehramt studiert und 2 Jahre an einer Grundschule unterrichtet. Heute arbeite ich zwar in einem anderen Bereich, bin aber immer interessiert an den Themen rund um die Schule, die Schulsysteme und sonstigen Dingen, die den…

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