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Schulranzen packen – so gehts richtig

Mathebuch, Vokabelheft, Deutschmappe, Tuschkasten,… Und nicht den Sportbeutel vergessen! Passt die Brotdose und die Trinkflasche noch rein?

Kinder haben auf dem Weg zur Schule meist sehr viel zu schleppen. Das kann auf lange Sicht zu Rückenschmerzen und Haltungsschäden führen. Doch mit einem richtig gepackten Schulranzen kann diesen Folgen entgegengewirkt werden. Hier finden Sie fünf Tipps zum richtigen Schulranzen packen.

1. Das Gewicht überprüfen

„Ich packe meinen Koffer und nehme…“ So viel, wie bei diesem Spiel manchmal zusammen kommt, sollten Kinder nicht täglich auf ihrem Rücken schleppen müssen. Beim Schulranzen packen ist es wichtig, dass nur die nötigsten Sachen eingepackt werden. An einem sonnigen Tag kann der Regenschirm beispielsweise Zuhause bleiben.

Der Schulranzen muss gemäß des Stundenplans gepackt werden – wenn Mathe am Montag nicht ansteht, muss das Mathebuch auch nicht mit. Was die ABC-Schützen für ihre Hausaufgaben nicht brauchen, können sie oft auch in der Schule lassen. Viele Grundschulen bieten jedem Kind ein Fach, in dem es Tuschkasten oder schwere Bücher lagern kann.

Das Gewicht des Schulranzens muss regelmäßig überprüft werden. Die Regel, dass der Ranzen nur 10% des Körpergewichts wiegen soll, ist veraltet. Manche Kinder können problemlos auch 17% ihres Körpergewichts tragen. Es gibt allerdings einige Zeichen dafür, dass der Ranzen zu schwer ist:

  • Das Kind hat Schwierigkeiten, den Ranzen zu heben
  • Kribbeln in den Fingern
  • Taubheitsgefühl in den Fingern
  • Rückenschmerzen

Sollte eines dieser Anzeichen bei Ihrem Kind eintreten, müssen Sie etwas verändern. Hier können Sie nachlesen, wie schwer ein Ranzen sein darf.

Eine mögliche Ursache für Rückenschmerzen ist aber nicht nur das Gewicht des Schulranzens. Auch die Ergonomie spielt dabei eine Rolle. Achten Sie deshalb bereits beim Schulranzenkauf darauf, dass der Ranzen dem Kind keine Probleme bereitet. Der Schulranzen muss auch richtig sitzen. Dafür muss er vor dem ersten Tragen ordentlich eingestellt werden. Hier finden Sie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Sie den Schulranzen richtig einstellen.

2. Auf Gewichtsverteilung achten

Der Name sagt es schon – das Gewicht im Ranzen muss verteilt werden. Es darf nicht nur auf einer Seite liegen.

Viele Schulranzen bieten zu diesem Zweck bereits eine passende Fächeraufteilung. Schwere Bücher kommen nah an den Rücken in das Bücherfach. So wird ein Hebeleffekt vermieden, der den Rücken des Kindes nach hinten zieht. In die vorderen, kleineren Taschen der Fächeraufteilung kommen leichtere Dinge wie die Brotdose oder der Geldbeutel.

3. Schulranzen am Vortag packen

Nehmen Sie sich jeden Nachmittag Zeit, den Schulranzen für den nächsten Tag zu packen. Direkt nach den Hausaufgaben ist ein geeigneter Zeitpunkt. Da bleibt genug Zeit, den Schulranzen ordentlich zu packen. Wenn der Tornister erst morgens gepackt wird, wird öfter mal etwas vergessen.

4. Den Schulranzen täglich neu packen

Durch das tägliche neue Packen kann Ordnung im Ranzen gehalten werden. Bestenfalls sollte der Schulranzen täglich komplett entleert und neu gefüllt werden. So tauchen nach den Sommerferien nicht etwa vergessene Pausenbrote auf.

5. Gemeinsam packen

Vor allem zum Schulbeginn sollten Eltern den Ranzen gemeinsam mit den Kindern packen. Mit der Zeit wird ein Lerneffekt beim Kind eintreten, und es kann den Ranzen selbst packen. Am Anfang ist elterliche Unterstützung allerdings noch sinnvoll.

Wenn Sie diese fünf Tipps einhalten, steht einem gesunden Kinderrücken und ordentlichen Schulmaterialien nichts mehr im Wege!

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